Japan zu Besuch in Oberwart

Japan zu Besuch in Oberwart

Am 7. Juli durfte die Landesimmobilien Burgenland eine Delegation aus Japan in Oberwart willkommen heißen. Architekt:innen, Stadtplaner:innen und Bauträger aus dem Raum Tokio und Osaka reisten an, um sich persönlich ein Bild vom Haus der Volksgruppen Burgenland zu machen – einem Leuchtturmprojekt, das weit über die Grenzen Österreichs hinaus Interesse weckt.

Der Austausch erfolgte gemeinsam mit Miyako Nairz Architects I MNAZTKG, Goebl Architecture ZT GmbH und der Bau&Architektur GmbH – der Generalplanerarge. Der Besuch stand ganz im Zeichen des nachhaltigen Bauens, innovativen Energiekonzepten und der kreativen Nachnutzung von Bestandsgebäuden.

Empfangen wurden die Gäste im Stadtsaal Oberwart durch Prokurist Jürgen Laky (LIB) und Bürgermeister Georg Rosner. Im Anschluss präsentierte Architektin Miyako Tsutsui-Nairz das visionäre Konzept hinter dem Haus der Volksgruppen.
 

Ein Projekt als Symbol für Nachhaltigkeit und kulturelle Vielfalt

Bei der anschließenden Baustellenbesichtigung führte LIB-Projektleiter Daniel Zieserl die Delegation gemeinsam mit der örtlichen Bauaufsicht über das Gelände. Die Gäste zeigten sich sichtlich beeindruckt von der zukunftsweisenden Bauweise des Projekts. Als erfahrene Planer großvolumiger Bauvorhaben in den japanischen Ballungsräumen waren sie vor allem von der Integration nachhaltiger Materialien wie Holz, dem geringen Versiegelungsgrad des Bodens sowie der umfassenden Nutzung von Photovoltaik auf allen Dachflächen angetan.

Besonders hervorzuheben ist der behutsame Umgang mit der bestehenden Bausubstanz – ein zentraler Bestandteil des Konzepts. So entsteht bis Mitte 2026 ein Gebäude, das ökologische Verantwortung mit gesellschaftlicher Relevanz verbindet: ein Ort der kulturellen Vielfalt, des Austauschs und der Begegnung für alle Volksgruppen im Burgenland und darüber hinaus.

Zum Abschied überreichte die LIB traditionelle Gastgeschenke: handgefertigte Notizbücher mit Einband im Blaudruckdesign. Danach setzte die Delegation ihre Reise durch das Südburgenland fort, um weitere nachhaltige Projekte der Region kennenzulernen.